So…und nun zu mir.
Ich bin 19 jähriges Mädchen. Ich gehe zur Schule und bin in der K12…
Ich bin Perserin, also gehöre zu den sogenannten “Südländerinnen”.
Ich habe eine genetisch bedingte Überbehaarung. In der Familie meines Vaters ist das ganz normal, meine Tanten, meine Großmutter etc. haben alle dieses Problem, viel extremer als bei mir!
Meine Mutter dagegen hat kein einzig unpassendes Haar am Körper J
Als ich klein war (so ca. bis 14) , meinten alle, ich hätte total glück, ich wäre wie meine Ma… Ich hatte kein einzig störendes Haar am Körper, von meiner Lockenmähne mal abgesehen. J Meine Schwester war damals anders. Sie musste sich regelmäßig den Damenbart und das Gesicht wachsen…Ich stand oft neben ihr und hab ihr zugeguckt, wie sie geweint und die Schmerzen des Enthaarens ertragen hatte…Sie lächelte dann immer und meinte “Wer schön sein will muss leiden”…NATÜRLICH!
Als wir in die Pupertät kamen änderte sich jedoch alles. Plötzlich war ich die Haarige und sie die Haarlose. J
Ich fing an mit Rasieren, Wachsen, Epilieren, Zupfen und was nicht noch alles…bis ich dann langsam merkte, dass ich gar nicht mehr mitkomme. Egal was ich tat, die Haare ließen sich nicht bändigen.
Meine Angst aus der Kindheit bestätigte sich. Ich war wie meine Tanten!
Ich fing an mich zu verstecken. Überall. In der Schule nahm ich nicht mehr an meinem Lieblingsfach teil, Schwimmen. Jedes Mal musste ich etwas anderes vorlügen, warum ich nicht mitschwimmen konnte. Ich zog immer nur Pullis und Jeans an, ließ meine Kopfhaare wachsen, damit sie den Hals und Nacken bedecken. Zuhause sorgte ich immer dafür, dass niemand im Zimmer ist, wenn ich mich umziehe.
In der großen Hitze des Sommers, lief ich immer mit einer Jacke über meine Tops rum…
Ich machte sogar eine Lichttherapie (3000Euro), brachte jedoch nicht viel…
Wortwörtlich, ich baute eine Mauer um mich rum, hinter der ich körperlich und seelisch verkümmerte.
Das ging 3 Jahre lang so. Mit 17 lernte ich einen jungen Mann kennen. Bis dahin habe ich mich von allen Jungs ferngehalten, das war auch gar nicht so schwer, da ich hinter meinen dicken Mauern wenig attraktiv für die Jungs war.
Doch er war anders. Er kam aus Kanada und arbeitete mit seinen Brüdern auf einer Range. Er kam aus einer anderen Welt…
Anfangs war es sehr schwer mich für ihn zu öffnen, vor allem weil er EXTREM attraktiv war…und ich mich eher SCHLECHT als gut fühlte bei ihm. Ich konnte nicht verstehen, wie er etwas an mir finden konnte…
Die nächsten 2 Jahre meines Lebens waren fantastisch. Ich fing an mich anders an zu ziehen. Ich ging gern und viel shoppen, ich frisierte meine Haare, schminkte mich…Und ich kam bei Männern an! Die erste Zeit war es sehr ungewöhnlich, wie im Traum, aber heute nehme ich auch bestimmte Modeljobs an.
Doch das Schönste an diesen 2 Jahren waren die mehrstündigen und intensiven Gespräche mit ihm. Er hat meine Augen für diese Welt gewaschen, er hat mein Herz für dieses Leben geöffnet, er mir mich selbst zurückgegeben.
Also stehe ich heute, inzwischen 19, hier und bin mir sicher, dass nichts unmöglich ist.
Wenn ich mich heute im Spiegel anschaue, merke ich, dass die Haare gar nicht SOOOO SCHLIMM sind. Klar, sie sind da, und ich will sie da nicht haben, aber mein Leben hängt nicht von ihnen ab, mein Glück hängt nicht von ihnen ab…und genau dieses Wissen gibt mir die Kraft und Mut anzupacken und zu sagen, dass ich dieses “Problem” überwinden werde, wie all die anderen Dinge in meinem Leben, die ich ja SO SCHLIMM fand und dann doch überwunden habe und heute dankbar dafür bin.
Leute…ganz ehrlich…irgendwie bin ich zuversichtlich. J
Erzählt mir!
Hallo Rotstern,
ich hab deinen Beitrag bei Gofeminin gelesen.
Es hat mich ehrlich gesagt sehr ermutigt, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, wie du das machen willst!
Aber du hast recht, was haben wir denn schon zu verlieren.
Ich würde gern mitmachen.
Wie schaut das denn genau aus.
Übrigens ich bin 16 Jahre alt und habe das gleiche Problem.
Und jetzt ist schon wieder Sommer, OH MANN!
Danke.
Liebe Grüße
Steffi
Hallo Du!
Danke für Deine Geschichte!!! Und dafür, dass du die Verbindung zu mir und meinem Blog hergestellt hast.
“…und bin mir sicher, dass nichts unmöglich ist.”
Ja, und noch dazu: ALLES IST MÖGLICH.
Und wir haben sehr viele Möglichkeiten, viel mehr als wir glauben.
Bin gespannt darauf, welche Wege Du wählen wirst, was du davon zu erzählen hast, und ich freue mich, von Dir zu lernen
. Werde ganz sicher öfters hier vorbeischauen.
Kennst du den Blog von Marianna? (fraumitbart.wordpress.com) Sie hat auch persische Vorfahren … Werde ihr gleich den Link zu dir schicken.
Lieber Gruß und bis bald,
Lisa
Hallo Steffi,
wie das genau ausschaut? Also wie du mitmachen kannst?
Nun, eigentlich gibt es kein “mitmachen”…also Anmeldung und eine offizielle Mitgliederliste. Du kannst mitmachen, indem du beschließt die Sache selbst in die Hand zu nehmen und dir zu helfen.
Das ist es. Und nicht mehr. Und das reicht auch eigentlich, denn das ist kein einfacher Schritt.
Wie diese Hilfe genau ausschaut…nun, du kannst meinen Blog lesen und ich werde Schritt für Schritt schreiben, was ich lerne und wie ich mir selbst helfe…
Du kannst aber auch genauso mir erzählen, wie du damit klarkommst, wie du dir hilfst….
liebe Grüße
Rotstern
Liebe Lisa,
danke für den Link. Nein, ich kannte sie bisher nicht.
Aber ich werde mal vorbeischauen.
Freut mich sehr, dass ich schon meine ersten 2 Leser habe. ;o)
Lg
Rotstern
Hey, Rotstern … ich bin zufällig auf deiner Site gelandet … ja manchmal gibt es so was noch, Zufälle eben …besonders in der Blogosphäre … deine Einträge haben mich wahnsinnig berührt … ich kann mir denken, wie sehr du unter diesem “Problem” leiden musst, und wie schwer es ist, sich den Blicken “Anderer” ausgesetzt zu fühlen … aber irgendwie möchte ich dir auch sagen: es gibt so wahnsinnig viele Menschen, die zwar nicht an ihrer “Äußerlichkeit” leiden, dafür aber “innere Schmerzen” haben … manchmal fühle ich mich auch sehr fremd, nicht dazugehörig … mein Handicap ist es, zu viel zu nachzudenken, emotional sehr anfällig zu sein … und mich sehr “feminin” zu fühlen …und je älter ich werde, desto offensichtlicher wird diese Gewissheit, “fraulich” zu denken und auch zu empfinden … die meisten Männer finde ich mittlerweile zutiefst abstoßend …
Ich hoffe, du gehst weiter deinen Weg … und bloggst bald mal wieder …
Love, Frank
hi.. tolle geschichte bin 18 und ich bin zwar auch südländertyp komme aus bosnien hatte aber nicht immer so viele haare mit 13 fuhren wir auf sportwoche und ich sah mir die mädls an keine hatte so eine starke behaarung wie ich obwohl auch meine nicht auffallend war.. es ärgerte mich und ich rasierte alles ab von kopf bis fuß außer meiner kopfhaare und augenbrauen naja was in einer woche war kannst dir ja vorstelln es sah beängstigend aus die haare waren schwarz und stark ich komme seitdem nicht mehr mit zupfn und rasiern epilliern und wachsen mit.. ich war heut beim frauenarzt und hab die pille bekommen ich lege meine hoffnungen stark rein und werde aber schauen dass ich die haare bleiche wenn nicht dann laserbehandlung ich kann so nicht leben ich habe am hals und brust mehr haare als ein mann es ist wirklich sehr schlimm
und ich fühle mich scheiße und geh kaum aus dem haus aber ich steh td drüber .. letztens hat mir ein junge ein komi geschriebn auf ein foto er ist 23 und schreibt hahaha hdu hast ja einen bart.. du kannst dir ja denkn wie verletzend sowas ist .. ich hab ihm zurückgeschriebn mein problem ist ein kosmetisches dir fehlt aber ein hirn in diesem alter so ein komentar zu schreiben.. naja zurück kamen weitere hässlichen wörter aber td finde ich ich mach das gut daweil.. und wie gesagt ich schau mal was die pille macht dann bleich ich und dann laser.. aja bei mir ist das mit den haaren übrigens durch eine krankheit es sind eierstockzysten die behandelt werden müssen.. du solltes vl auch zu einem arzt gehen falls du das nicht schon gemacht hast.. und es freut mich wirklich sehr das es dir gut geht und das du gelernt hast die haare zu akzeptiern ich denk mir ja auch oft es gibt so schlimme krankheitn und das bei mir sind ja nur haare =) naja ganz liebe grüße =)