Archiv für Mai 2009

23
Mai
09

NEWS

Ich will an dieser Stelle Euch eine Site vorstellen.

Das neue Hirsutismus-Forum.

Die Gründerin hat mir heute eine Email geschrieben, auch sie braucht noch Leute, die mithelfen und moderieren.

An dieser Stelle also…LEUTE MELDET EUCH AN.

http://www.hirsutismus.de.vu

Lasst uns uns helfen.

Ich bin zuversichtlich und werde von Tag zu Tag zuversichtlicher :-)

22
Mai
09

Eigentlich geht es um nichts anderes…

…als glücklich sein.

Es geht nicht um Schönheit, es geht nicht um Spontanität, es geht nicht um Komfort….

Es geht darum, dass wir glücklich sein wollen. Darum geht es URSPRÜNGLICH und EIGENTLICH.

Ja, ich will glücklich sein. Und alles was mich daran hindert, das versuche ich zu zerstören oder zu umgehen.

Die Haare an meinem Körper an sich sind also in Wahrheit gar nicht mein Problem. Das Gefühl nicht glücklich zu sein ist es! Einen haarlosen Körper strebe ich nicht an, ich strebe nach Glück.

Ich glaube, dass das Leben als ein glückliches Leben gemeint war. Ich glaube, dass GLÜCK unser Naturzustand ist. Wir können von haus aus glücklich sein. Und dieses Glück ist nicht nur völlig UNABHÄNGIG von allen Umständen, nein, es erschafft sogar die Umstände.

Wir können unsere Wünsche nicht erfüllen, unseren Traum nicht verwirklichen, nicht leben, solange wir nicht das sind, was wir wirklich sind.

Glücklich.

Alles beginnt hier. An diesem Punkt.

Bei Glück. Es ist so zu sagen unser Passwort, das uns den Zugang zum Universum verschafft. Unsere Identität.

Um mir selbst zu helfen, muss ich mich kennen. Und das ist der erste Schritt zu wissen wer ich bin.  

Ich habe im Laufe meines Lebens 3 Begriffe gefunden mit denen ich meine Essenz vollkommen definieren kann, ohne irgendwelche Anmerkungen und Kleingedrucktes beifügen zu müssen.

Glück.

Freiheit.

Liebe.

Das ist meine Essenz, aus was ich bestehe, woher ich komme und wohin ich gehe…Das ist mein Wesen und mein Gott, dem ich weder einen Namen noch eine Beschreibung zuspreche.

Wenn wir es schaffen, unsere Existenz unserer Essenz 100prozentig anzugleichen, können wir ALLES haben, können wir ALLES erschaffen…sprich können wir das UNMÖGLICHE MÖGLICH machen.

1.Schritt: SEI GLÜCKLICH! Bei allem was du tust, sagst, denkst und bist. Das hört sich schwerer an als es in Wirklichkeit ist. Es bedarf nur eine Entscheidung und viel Entschlossenheit. :-)

Und wie ich wieder pur glücklich sein kann…damit will ich mich in den nächsten Tagen beschäftigen.

und…

ich bin natürlich zuversichtlich. :-)

22
Mai
09

Jede große Tat beginnt mit Mut.

 

Mut.

Mut war noch nie ein Problem für mich. Ich war schließlich berühmt für meine Waghalsigkeit und Übermut. Ich renne solange gegen die Wand bis sie einbricht oder ich zusammenbreche.

 

Mut.

 

Ich erschrak, als ich realisierte wie ängstlich ich in dieser Hinsicht war. Wie unsicher…

Ich trug diese Ängste schon so lang und tief in mir, dass sie sich inzwischen schon gar nicht mehr wie Ängste anfühlten. Sie hatten sich in mein Fleisch und Blut eingewurzelt…

 

Als mir das alles am Mittwoch klar wurde, wusste ich dass ich viel zu tun hatte. Ich verspürte eine RIESENFREUDE (wie sonst auch immer^^) meine Ängste zu überwinden.

 

Seit Mittwoch tue ich all die Dinge, vor denen ich mich seit 5 Jahren fürchte:

 

1. Meine rückenlange Lockenmähne ist ab. Jetzt trag ich die berühmte Rihanna-Frisur.

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Es hat zwar sehr viel Überzeugungsarbeit gekostet, bis der Friseur bereit war, dieses Risko einzugehen…Aber im Nachhinein waren wir beide sehr zufrieden. Es sieht wirklich SEHR GUT aus.

 

2. Ich trage wieder Sommerröcke! Bis jetzt war der Winter für mich Rocksaison (dank Strumpfhosen)…und Sommer die Jeans und Hosensaison…doch auch diese Angst sollte überwunden werden! Am Donnerstag hab ich auf der Taufe meines Cousins einen dünnen grünen Sommerrock angezogen. Ich muss ehrlich sagen, ich hab mich komisch gefühlt, irgendwie schutzlos…aber es ist nichts vorgefallen, niemand hat geguckt oder n Kommentar abgegeben…

 

3. Heute waren wir Grillen am See und ich war Schwimmen, DRITTE GROßE Angst.

 

 

Es war anstrengende Arbeit und es hat sehr viel Überwindung gekostet…aber ich weiß genau, das ist erst der Anfang. Es gibt noch größere Ängste und der Weg ist noch lang. Aber ich bin zuversichtlich J Wie denn auch anders?

 

 

19
Mai
09

Meine Geschichte

So…und nun zu mir.

 

Ich bin 19 jähriges Mädchen. Ich gehe zur Schule und bin in der K12…

 

Ich bin Perserin, also gehöre zu den sogenannten “Südländerinnen”.

Ich habe eine genetisch bedingte Überbehaarung. In der Familie meines Vaters ist das ganz normal, meine Tanten, meine Großmutter etc. haben alle dieses Problem, viel extremer als bei mir!

Meine Mutter dagegen hat kein einzig unpassendes Haar am Körper J

 

Als ich klein war (so ca. bis 14) , meinten alle, ich hätte total glück, ich wäre wie meine Ma… Ich hatte kein einzig störendes Haar am Körper, von meiner Lockenmähne mal abgesehen. J Meine Schwester war damals anders. Sie musste sich regelmäßig den Damenbart und das Gesicht wachsen…Ich stand oft neben ihr und hab ihr zugeguckt, wie sie geweint und die Schmerzen des Enthaarens ertragen hatte…Sie lächelte dann immer und meinte “Wer schön sein will muss leiden”…NATÜRLICH!

 

Als wir in die Pupertät kamen änderte sich jedoch alles. Plötzlich war ich die Haarige und sie die Haarlose. J

Ich fing an mit Rasieren, Wachsen, Epilieren, Zupfen und was nicht noch alles…bis ich dann langsam merkte, dass ich gar nicht mehr mitkomme. Egal was ich tat, die Haare ließen sich nicht bändigen.

Meine Angst aus der Kindheit bestätigte sich. Ich war wie meine Tanten!

 

Ich fing an mich zu verstecken. Überall. In der Schule nahm ich nicht mehr an meinem Lieblingsfach teil, Schwimmen. Jedes Mal musste ich etwas anderes vorlügen, warum ich nicht mitschwimmen konnte. Ich zog immer nur Pullis und Jeans an, ließ meine Kopfhaare wachsen, damit sie den Hals und Nacken bedecken. Zuhause sorgte ich immer dafür, dass niemand im Zimmer ist, wenn ich mich umziehe.

In der großen Hitze des Sommers, lief ich immer mit einer Jacke über meine Tops rum…

Ich machte sogar eine Lichttherapie (3000Euro), brachte jedoch nicht viel…

Wortwörtlich, ich baute eine Mauer um mich rum, hinter der ich körperlich und seelisch verkümmerte.

 

Das ging 3 Jahre lang so. Mit 17 lernte ich einen jungen Mann kennen. Bis dahin habe ich mich von allen Jungs ferngehalten, das war auch gar nicht so schwer, da ich hinter meinen dicken Mauern wenig attraktiv für die Jungs war.

Doch er war anders. Er kam aus Kanada und arbeitete mit seinen Brüdern auf einer Range. Er kam aus einer anderen Welt…

Anfangs war es sehr schwer mich für ihn zu öffnen, vor allem weil er EXTREM attraktiv war…und ich mich eher SCHLECHT als gut fühlte bei ihm. Ich konnte nicht verstehen, wie er etwas an mir finden konnte…

 

Die nächsten 2 Jahre meines Lebens waren fantastisch. Ich fing an mich anders an zu ziehen. Ich ging gern und viel shoppen, ich frisierte meine Haare, schminkte mich…Und ich kam bei Männern an! Die erste Zeit war es sehr ungewöhnlich, wie im Traum, aber heute nehme ich auch bestimmte Modeljobs an.

Doch das Schönste an diesen 2 Jahren waren die mehrstündigen und intensiven Gespräche mit ihm. Er hat meine Augen für diese Welt gewaschen, er hat mein Herz für dieses Leben geöffnet, er mir mich selbst zurückgegeben.

 

Also stehe ich heute, inzwischen 19, hier und bin mir sicher, dass nichts unmöglich ist.

Wenn ich mich heute im Spiegel anschaue, merke ich, dass die Haare gar nicht SOOOO SCHLIMM sind. Klar, sie sind da, und ich will sie da nicht haben, aber mein Leben hängt nicht von ihnen ab, mein Glück hängt nicht von ihnen ab…und genau dieses Wissen gibt mir die Kraft und Mut anzupacken und zu sagen, dass ich dieses “Problem” überwinden werde, wie all die anderen Dinge in meinem Leben, die ich ja SO SCHLIMM fand und dann doch überwunden habe und heute dankbar dafür bin.

 

Leute…ganz ehrlich…irgendwie bin ich zuversichtlich. J

Erzählt mir!




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